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Phädon oder über die Unsterblichkeit der Seele, in drey Gesprächen / von Moses Mendelssohn
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137
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-W Wzurück i»West»,Wesen,dem geii. MDenken«iffenhen,wir, zns in derhon «ndrt, nndbraucht^ GM)on die«em In«u seyn.

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Drittes Gespräch.

Mach einigem Stillschweigen wendete sich Sokra-'tes zum Lebcs und sprach: Atem lieber Ce-des! seitdem du von dem Wesen der Unsterblichenrichtigere Begriffe erlangt hast, was dünkt dich vonden Fabellehrern, die öfters einen Gott auf die Ver.dienste eines Sterblichen neidisch, und wider densel«ken blos aus Mißgunst feindlich gesinnt seyn lassen? Du weißt es, Sokrares! was wir von- derglei-chen Lehrern und ihren Erdichtungen Zu halten ge-lernt haben. Haß und Neid, diese rüc-dcrtrachti,gen Leidenschaften, die die menschliche Natur so sehrentehren, müssen der göttlichen Heiligkeit schnurstrackswidersprechen. Ich bin hievon überzeugt. Duglaubst also nunmehr zuverlässig, uüd ohne die ge-ringste Bedenklichkeit, daß du, wir, und alle unsersNebenmenschrn von jenem allerheiligsten Wesen, dasuns hervorgebracht, nicht beneidet, nicht gehaßt,nicht verfolgt, sondern auf das zärtlichste geliebtIZ wer.-