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Drittes Gespräch. 157
krgezen, sondern beschäftigen seine GemüthSkrastealle in gehöriger und ihrer Vollkommenheit zutrag«licherHarmonie. Bald tritt er mit seines gleichen inGesellschaft, um sich Wechselsweise die Mittel zurGlückseligkeit zu erleichtern: und siehe! es zeigen undbilden sich au ihm in dieser Gesellschaft höhere Voll-kommenheiten , die bisher wie in einer Knospe einge-wickelt gewesen. Er erlanget Pflichten, Rechte, Be-fugnisse, und Obliegenheiten, die ihn in die Klassemoralischer Naturen erheben ; es entstehen Begriffevon Gerechtigkeit, Billigkeit, Anständigkeit, Ebre,Ansehen, Nachruhm. Der eingeschränkte Trieb derFamilienliebe wird in Liebe zum Vaterlande, zürnganzen menschlichen Geschlecht erweitert, und ausdem angebornen Keime des Mitleidens entsprossenWohlwollen, Mildthätigkeit, und Grvßwuth.
Nach und nach bringet der Umgang , die Gesel-ligkeit, das Gespräch, die Aufmunterung alle sittli-chen Tugenden zur Reife, sie entzünden das Herz zurFreundschaft, die Brust zur Tapferkeit, und denGeist zur Wahrheitsliebe; breiten einen Wetteifervon Dienst und Gegendienst, Liebe und Gegenliebe,eine Abwechselung vor, Ernst und Scherz , Ticfsiim
und