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Phädon oder über die Unsterblichkeit der Seele, in drey Gesprächen / von Moses Mendelssohn
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160
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i6o Phädoii

wahren Wohlseyn des Geschöpfes, und zur Verherr-lichung des Schöpfers abziclen! O! wenn die Weltnur ein einziges Geschöpf von dieser Vollkommenheitauszuweisen hätte, wollten wir anstehen, in diesemNachahmer der Gottheit, in diesem Gegenstände desgöttlichen Wohlgefallens , den lezten Endzweck derSchöpfung zu suchen?

Zwar treffen alle Züge dieses Gemäldes nicht denMenschen überhaupt, sondern nur wenige Edle, dieeine Zierde des menschlichen Geschlechts sind ; alle!»dieses mag allenfalls die Grenzlinie seyn zwischenMenschen und hohern Geistern. Genug, daß sie allezu derselben Klasse gehören, und ihr Unterschieb »»eiu dem Wehr und Weniger bestehet. Bon mm'issendsten Menschen bis zmn vollkommensten unter denerschaffenen Geistern haben alle die der WeisheitGottes so anständige, und ihren eignen Kräften undFähigkeiten so angemessene Bestimmung, sich und amdere vollkommener zu machen. Dieser Pfad ist ihm»vergezeichnet, und der verkehrteste Wille kann M-mandeu ganz davon abführen. Alles, was lebt, unddenkt, kann nicht unterlassen, seine Erkenntniß u»d

seine Legehrungskräfte zu üben, auszubilden, in M-

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