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ob sie's nicht gehört hätte. „Komm zum Essen, Life!" sprachdie Mutter, während sie sich zu Tische setzte. Lift thut wieder
> als ob sie's nicht hörte und wibt wie rasend. Kathrine schenkti ein und die Mutter hieß sie noch zum zweiten und drittenj Mal zum Essen kommen; aber der Setzkopf blieb stockstummI und that das Maul nicht auf.
» Die Mutter zitterte sehr, wenn sie die Tasse zum Munde^ führen wollte. Traurig blickte sie oft gegen Lift hin undwußte eben nicht, was ihr besonders fehlen sollte.
Kathrine wurde über Lifts störrisches Betragen gar sehrverlegen und meinte, vielleicht geschehe es aus Äerger, weilsie gestern und heute habe da bleiben müssen und gab derMutter zu verstehen, sie wolle doch lieber wieder heim, als' etwa Lift ein Dorn im Auge sein. Die Mutter aber bat sie! zu bleiben, da sie ja sonst Niemand pflegen würde.
! Lift wibt immer emsiger fort, bat ein Gesicht wie ein! rother Ziegel und scheint von lauter Arbeitslust in Schweißi zu kommen. Endlich fängt sie recht trotzig, laut und krei-! schend zu singen an-:
„3n guter Eintracht sind wir hier."
Das Essen ging vorbei und Lift ärgerte die krankeMutter gar sehr. Kathrine stellte Lifts Tasse auf den Ofenund rief ihr zu: wenn sie nicht bald komme, so werde der
> Kasse kalt.
^ Lift aber ließ sich in ihrem Gesänge nicht stören, und! als das Lied zu Ende war, machte sie mit dem Maul nochl ein luftiges Tänzlein auf.
Vierzehntes Kapitel.
Ungleiche Vorbereitung auf den Konfirmanden»unterricht.
Lift wob, sang und dilderte fort bis um 9 Uhr, dannschnurrte sie vom Webestuhl, löste die Zöpfe auf, strehlte