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Lise und Salome die beiden Webermädchen : eine Erzählung aus dem Volksleben / von Jakob Stutz
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sich's so ziemlich wohl sein ließen, denen man wenigstens niehätte sagen sollen:Sind nüd z' flißig, Hand i nüd z' streng,machet bald Firobig, oder: er sind viel z' süberli;" sie thatensungeheißen und kamen solchen freundnachbarlichen Ermah-nungen getreulich nach.

Der Nachbar Heiri sah klar in diesen verschwenderischen 'Haushalt hinein, sah, wie Schnäddermädle und Feek die Lisebelurten und allerlei Waaren heimlich nach Kohlgrub schaff- >

ten; dann seufzte er oft:Wie wird es da noch ein Ende i

nehmen! " Diese Besorgniß entstand nicht etwa aus Neid, iweil er sich zurückgesetzt sah, sondern es war aufrichtige lTheilnahme, weswegen er auch ein paar Mal mit dem Vetter ^ lim Höhstock Rücksprache nahm. Den Vetter schmerzte diesAlles doppelt; aber da sei man in Gottes Namen genöthigt, .! lnur zuzusehen und sie verschwenden zu lassen, bis Alles ver- ! lputzt sei und der Alte, wenn nicht auch Lise noch, dem Still- > ^stand anheimfalle, wie es in und außer dem Sternenberg ^bei hundert Familien der Fall sei. So viel er höre, machees der Vater auf der Straße nicht viel besser, als Lise zu §Hause, und habe neben Gutessen und Trinken noch viele ^heimliche Ausgaben an gewisse Weibsbilder. Wo genug sei, ^könne eben eine Sau Hausen, aber am Ende komme man "Allem ,,z' Bode." "

Lise wurde aber doch ihrer schlimmen Aufführung und!ihrer übertriebenen Eitelkeit wegen überall verschrieen und k<der Vater mit ihr. Immer hoffte sie auf einen reiches "Freier, aber es wollte keiner kommen, wenigstens keiner, der'! ^sie zum Weibe hätte nehmen wollen; Diele trieben nur sonst, aso ihren Spaß mit ihr und liefen dann wieder davon. ^

Sechsundzwanzigstes Kapitel.

Zuvor gethan und nach bedacht, hat Manchengroß Leid gebracht.

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Aber, wo fehlt's, wo fehlt's? Jungfrau Lise befind^