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sich schon seit mehreren Wochen gar nicht wohl, sieht auswie eine verwelkte Rose, senkt das Köpfchen wie ein Nönn-lein und mag nicht mehr recht lustig sein; dagegen ist sieaber recht auflüpfisch und bös. Vielleicht, daß auch die Ver-t Änderung der Jahreszeit Etwas beiträgt, denn es geht ebenin den Herbst hinein.
Doch, wie könnte es anders sein, wer so unmäßig lebtwie sie, Allerlei ißt und trinkt, Nächte hindurch tanzt undschwelgt und bei Tage schläft? — So muß am Ende diestärkste Gesundheit zu Grunde gerichtet werden, was so junge,luftige Leutchen erst dann bedenken, wenn's zu spät ist, wennviele derselben schon auf dem Todbett liegen.
Wahrscheinlich hat Life einen verdorbenen Magen. Sie! hat sonst die Zuckerbrödlein so gerne gegessen, und jetzt, wenn> sie solche nur von ferne sieht, lüpft es sie im Augenblick und, der arme Tropf muß sich — mit Euerer Erlaubniß — er-^! brechen.
. ^ Und was das Wunderlichste von der Sache ist, hat siess so vielerlei und so seltsame Gelüste zum Essen, kurz, nach> Dingen, die kaum ein Schwein fressen würde. So sagte sie, jüngst zu Schnäddermädle, und bat um's Himmels willen, sie, möchte ihr einen Schlirp *) kochen, es gelüste sie so tausendsnach altem Leder.
Schnäddermädle aber schüttelte bedenklich den Mauggel-d köpf und sagte: „Lift, Lift — ich meine nur — ja — ja—"
^ und hustete drei bis vier Mal, ohne daß sie eigentlich Hustenr hatte. Lift sah sie steif an und fragte barsch: „Was häst^ z' mungge? du alte Narr." „Za, ja — ihi — ihi," machteMädle mit geschlossenem, zusammengezogenem Mund. „Zch >wott das chaibe Mungge nüd hafuhr Lift sie zornig an ,>und wurde fuchsroth. „Ich meine nur," erwiderte die Alte jganz leise und geheimnißvoll, „du müssest statt zum Dokter i>> zum Pfarrer und ihm säge, er ftll der 's Hochsig verchünde. ,
*) Alter Schuh.