Zhi, ihi. — " Da würd? Lift noch mehr aufgebracht, fluchte,stampfte, lästerte, sie wolle von so Etwas gar Nichts wissen,und Schnäddermädle sei ein dummes Kalb.
Mädle hätte ihr gerne auch den Marsch gemacht, dennsie hatte eine völlige Schlangenzunge, aber sie fürchtete LiftsGunst zu verderben und recht viel dadurch zu verlieren.Darum suchte sie sich so gut als möglich und mit aller Lift §zu entschuldigen und Lift wieder gut zu machen.
Schnäddermädle verstand sonst auch Etwas vom Dokteren,hatte schon manchem Mädchen, wie Lift eins ist, sogar ihrereigenen Tochter, der Chleffe, in ganz ähnlichen Umständentreffliche Dienste geleistet und sie wieder hergestellt. Liftwußte das auch, und als es immer nicht bessern wollte undsie so allerlei Ungewöhnliches an sich verspürte, so erzähltesie der Alten ihre Umstände näher, und diese versprach zuhelfen.
Von dieser Zeit an wurde Lift immer blasser und trau-riger; denn trotz Allem, was ihr Mädle einzunehmen gab, ^wollte es doch nicht bessern, im Gegentheil, es wurde eher !noch schlimmer. Der Vater jammerte, fürchtete um das >Leben seines theuren Kindes, mochte nicht mehr aufs Hau-sieren gehen und bat Lift um Gottes Willen, doch einenrechten Arzt zu gebrauchen. Lift wollte aber durchaus nicht,und die Alte suchte es auch zu verwehren.
Endlich mußte Lift mit Zammer und Entsetzen einsehen,daß Nichts zu ändern sei und daß sie in den und den Ange- flegenheiten zum Pfarrer müsse.
Wohl hatte sie eine große Auswahl von Liebhabern undfast an jeden das Recht, ihn als Hochzeiter und Vater an- !zusprechen. Aber es war doch keiner so ganz nach ihremSinn. Was sie aber am meisten kränkte, war, daß sie nochlänger hätte ledig bleiben mögen. O, wie es sie quälte, sichso plötzlich aus ihrem freien, lustigen Leben heraus gerissenzu sehen; denn in solchen Umständen sei es Einem doch nicht -wie sonst. Und wie es den Vater ärgerte, als er eines