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Da wurde es Heinrich so leicht und wohl ums Herz,wie es ihm noch nie gewesen war. Er säumte sich nicht
Und drittens besteht seit letztem Frühjahr auch eine Ersparnißkassefür hiesige arme Kinder, wobei Eines mit nur einem Rappen Einlagebeginnen kann.
Die meisten dieser Kinder erhielten bisweilen von ihren Eltern undVerwandten ein paar Rappen oder Schillinge zum Geschenk. Gedachteauch Manches dies als Nothpfennig für künftige Zeiten aufzusparen, muß-ten diese kleinen Sümmchen nachgedrungen wieder in die Haushaltungverbraucht werden. Viele aber wußten mit solchem Gelde nichts Bessereszu thun, als — es zu vernaschen. Daher war die Errichtung einer sol-chen Anstalt diesen Leuten sehr erwünscht, und zwar auch darum,'weil siemit einer so kleinen Einlage beginnen können. Mit großer Freude trugendie Eltern für ihre Kinder die letzte Barschaft hin; die Einen 2, die An-dern 3 bis auf tl) Rappen. Auch trafen sie von Stund an eine zweck-mäßigere Einrichtung in Beziehung der Arbeit ihrer Kinder. Sie gabenihnen einen wöchentlichen mäßigen Rast auf und wenn sie Liesen gut undpünktlich gemacht haben, geben sie ihnen vom Arbeitslohn 1 bis 2 Schil-ling in die Ersparnißkasse. Nun arbeiten diese Kinder, wie begreiflich, mitviel größerer Lust als zuvor und eben so gerne legen sie ihre Rappen indie Ersparnißkasse, als wie sie früher damit zum Zuckerkrämer gelaufensind. Bisweilen erhält auch der Besorger dieser Kasse von wohlthätigenLeuten kleinere und größere Gaben unter die ärmsten dieser Kinder zu ver-theilen und diese in ihre Scheine gutzuschreiben. Besser könnte wohl einesolche Gabe nicht verwendet werden. Daß nur der tausendste Theil derreichen Gaben, die gar oft nur liederlichen Armen zufallen, welche nichtselten dadurch noch liederlicher werden, in die Kasse dieser armen Kinderfiele! Es sind gegenwärtig ihrer vierundvierzig.
Möchte besonders diese Anstalt, mit welcher so viel Gutes und für'sLeben Nothwendiges verbunden werden könnte, kräftig ins Leben treten,gehörige Theilnahme finden und von Seite der Vorsteher und gemeinnützigenMännern unterstützt und befestigt werden, dann, hoffen wir zu Gott, würdedem Sternenberg ein Morgenroth aufgehen zu einem glücklichen Tag.
Noch verdient bemerkt zu werde», daß sich in jüngster Zeit imSchnlkreis Steinshof auch ein Leseverein gebildet hat, welcher gegenwärtigaus circa 32 Mitgliedern besteht, woran die meisten Gemeindsvorsteher und