Andren Theils drittes Buch. 103
pel begraben; weilen er aber bey Leb⸗Zeiten,die ſonſt unerſchwinglichen Kriegs⸗Koͤſten zubeſtreiten„ auch das Gold in den Tempelnund die Einkuͤnffte der Geiſtlichkeit anzugreiffengensthiget war, ſo ſuchten die eigennuͤtzigenPrieſter ſeinen Ruhm zu beſchmitzen, und ga-ben vor, ſeine Seele ſey in die Hoͤlle gefah-ren, in ſeinem Grabe aber bey Eroͤffnung deſ-ſelben an ſtatt ſeines Leibes eine Schlange ge-funden worden.
Das vierdte Buch.
SS geſchiehet nichts neues unter derSonnen, und die menſchlichen Sachen
drehen ſich immer in gleichem Kreiſe he-
rum. Das Auf⸗und Abnehmen der Koͤnigrei-che und gemeinen Herrſchafften der Welt ruͤh-ren faſt allezeit von gleichen Urſachen her, unddes einen Wachsthum iſt des andern Vermin-derung. Armuth, Maͤſſigkeit, Klugheit, Tu-gend und Dapferkeit bringen ein Reich empor.Reichthum hingegen, Pracht, Wolluſt undMuͤſſiggang drucken daſſelbe wiederum in denStaub. Derjenige, der ein neues Reich oderRepublick gründen will, muß heldenmaͤſſigeEigenſchafften beſitzen. Er muß die Klugheitim Gehirne, die Dapferkeit im Hertzen undG 4 den