Band 
[Band 2.]
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78 Geeſchichte der Schweitzer.

Kriegs⸗Flamme in dem Weſtlichen Theil Hel-vetiens lichterlohe, und kam derſelbe meiſten—theils unter eine fremde Regierung, und an dasHauß von Savoy. Es trachtcete nemlichGraf Amadeus der dritte, der 1246. tods ver-blichen, und ſein Sohn Bonifacius, der ze—-hen Jahre hernach, oder wie Guichenon will,erſt An. 1283. aus Traurigkeit geſtorben, durch diedapffere Fauſt Petri, welcher Amadeus Bru—der geweſen, eine Graͤfin von Faucigny gehey—rathet, und endlich nach Abſterben Bonifaciusſeines Bruders Sohns, die Regierung ſelbſt an-getreten, die Grentzen ihrer Herrſchafft zu er-weitern, und bey ſo verwirrtem Zuſtand desReichs die benachbarten zu unterjochen. Zu die-ſem Ende griff Petrus zu erſt die Augſtthaleran, und nachdem er ſie in ſeine Gewalt ge—-bracht, gieng er weiters, und eroberte auchdas Chablais oder den groͤſten Theil des Ge-laͤnds um den Genfferſee herum; er nahm auchdie Waat ein, baute das feſte Schloß zu Chilion, la Tour de Pail bey Vivis, Evian undandere Schloͤſſer, um die neuuͤberwundene de-ſto beſſer im Zaum zu halten; hierauf wendeteer ſeine ſiegreiche Waffen gegen die Walliſer,im Jahr des HErrn 1252.(wie Paradinusſchreibet) eroberte die Haupt⸗Stadt Sitten,warff ihre Thore und Mauren uͤber einenHauffen, und brachte die uͤbrige nahmhaffteOerter in der Landſchafft Wallis, als Leuk,