Fuͤnfften Theils fuͤnfftes Buch. 143
weil ſamt vielen andern durch offene Fehde-Briefe denen von Schweitz den Krieg an. Werdieſe Abſags⸗Briefe alle leſen will, kan ſolche inunſerer geſchriebenen Stadt-Chronick finden.Unterdeſſen kamen die Bothen von Uri und Un-terwalden in deren von Schweitz Lager, ver—mahneten ſie auf dem ihrigen zu bleiben undnicht anzugreiffen. Als dieſe aber geantwor-tet ſie haben beydes der Herrſchafft, wie auchder Stadt Zuͤrich abgeſagt, und dardurch ihreEhre bewahret, ſeyen auch entſchloſſen denKrieg fortzuſetzen; eröffneten die Bothen, daßihre Herren und Obern auch bereits ausgezo-gen, und zu vernehmen begehrten, ob ſie ſichzu ihnen oder denen von Zug ſchlagen ſolten.Dieſen wurde fuͤr die bereitwillige Huͤlffe ihrerBundsgenoſſen gedancket, und vermeldet, ſieſollen nur denen von Zug zuziehen, welches auchgeſchehen. Mittwochen Morgens ſetzten dievon Rappersweil mit dreyzehen Schiffen undachthundert bewaffneten uͤber den See, wil-lens einen Streiffzug zu thun, und gute Beuteeinzuholen. Als aber die von Schweitz ver-merckten, daß es Frepenbach gelten ſolte, lieſ-ſen ſie von Pfeffickon hundert freywillige Knech-te mit langen Spieſſen und Armbruſten her-unter lauffen, den Feinden die Anfurt zu ver-wehren, ſchickten ihnen auch, ſie zu unterſtuͤ—zen, noch mehr Volcks zu Pferd und zu Fußnach; weil aber die Feinde ſchon ans Land ge—
N ſtiegen,