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[Band 3.]
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154 Geſchichte der Schweitzer.

von Zuͤrich mit rothen Creutzen bezeichnet, dochdamit ſie von den ihrigen in der Schlacht moͤch-ten erkennet werden, ein beſonders Zeichen aufihre Huͤte geſtecket, ſeitwerts einbrechen, undden Zuͤrichern die Sielbruͤcke und die Stadt-Thore abrennen, welches auch bald ge-ſchehen waͤre, dann nachdem dieſe Freyfah-nen ſich denen von Zuͤrich genaͤhert, dieſe aberaus Irrung der rothen Creutze auf dieſelbenihr Geſchuͤtze nicht loßgebrandt, griffen ſie dieFeinde, nachdem ſie den Lebhag, hinder wel-chem ſie geſtanden, in einem Augenblick nie-dergehauen, ſo ploͤtzich und unerwartet an,drangen auch ſo ſtarck gegen die Sielbruͤcke zu,daß wann der Gewalts-Hauffen zugleich an-gegriffen, und ſich nicht verſpaͤthet haͤtte, dieZuͤricher von ihrer Stadt waͤren abgeſchnittenworden. Dieſer unerwartete Angriff brachtedie von Zuͤrich alſobald in Schrecken, undhierauf in eine offene Flucht, weil ein jeder be-foͤrchtete von der Stadt ausgeſchloſſen zu wer-den. Der Buͤrgermeiſter Stuͤßi ſtellte ſichmit einer breiten Streit⸗Axt auf der Sielbruͤcke,beſchuͤtzte dieſelbe gantz allein wider die andrin-genden Feinde, biß er endlich gantz entkraͤfftetin ſeinem Harniſch, wie etliche ſchreiben, er-ſticket, oder wie andere ſagen, durch ein auf-gehobenes Brett von der Bruͤcke in die Siel ge-ſtuͤrzet, oder ſonſt von den Feinden erſchlagenworden. Der Stadſchreiber Graf aber ward

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