Band 
[Band 3.]
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Fuͤnfften Theils ſechstes Buch. 165

nen Befehl haͤtten ſich im Rechten einzulaſſen.Habe aber der Marchgraf etwas an ſie zu brin-gen, ſo ſolle er ſie deſſen ſchrifftlich berichten, ſiehoffen die Antwort werde ſo ausfallen, daß dieEidsgenoſſen darbey mit Ehren werden beſte-hen koͤnnen, auch den Oeſterreichern nicht un-beliebig ſeyn, ſonderlich wann ſie ſich derer vonZuͤrich entladen, und die Eidsgenoſſen nichthindern werden, ihre Sachen mit denſelbigennach Innhalt der alten Buͤnde auszuführen.Als nun die anweſenden Schiedrichter wohlvermerckten, daß kein Friede zu hoffen, arbei-teten ſie dahin, daß man doch den Stillſtandnoch fuͤr eine Zeitlang verlaͤngern moͤchte. Weilaber die Eidsgenoͤſſiſchen Bothen ſich verlautenlieſſen, ſie haͤtten keine Gewalt ſolches zu thun,gieng dieſe groſſe Verſammlung, ohne wasfruchtbarliches verrichtet zu haben, aus einan-der, und beyde Parteyen ruͤſteten ſich ernſt-haffter als zuvor jemals zum Krieg.

Die Eidsgenoſſen beſetzten alſobald ihreGraͤntz Orte, Baden, Mellingen, Bremgar-ten, Alt- und Neu⸗Regenſperg mit ihren Soͤld-nern, und verſahen dieſelbigen mit aller Noth-durfft; verabredeten ſich auch folgender maſ-ſen: Daß Bern, Lucern, und Zug von Ba-den herauf, Uri, Schweitz, Unterwalden undGlaris durch die March und bey Gruͤningenherunter ziehen, der allgemeine Sammel⸗Platzaber zu Kloten ſeyn ſolte. So bald nun der

9 Anſtand