Band 
[Band 3.]
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Fünfften Theils ſechstes Buch. 171

Greiffenſee dem Krieg den Anfang zu machen.Als nun die, ſo in der Beſatzung des Schloſſeslagen, hiervon Wind bekommen, ſteckten ſie dasStaͤdtlein ſelbſt mit Feuer an, ſchickten dieWeiber und Kinder auf Zuͤrich, von welchenaber viel den Eidsgenoſſen in die Haͤnde fielen,welche ſie unverletzt biß in ihre Gewahrſame be-gleiteten. Hierauf lieſſen dieſe ihr grob Geſchuͤtze herzufuͤhren, beſchoſſen und beſtuͤrmtendas Schloß mit groſſem Ernſt; die Zuſaͤtzeraber waren entſchloſſen daſſelbige auf das aͤuſ-ſerſte zu beſchuͤtzen. Nachdem nun die Eidsge-noſſen mit ihrem Geſchuͤtz wenig ausgerichtet,und bereits an der Eroberung zu zweiffeln ange-fangen, zeigte ihnen ein unachtbarer Bauer ei-nen Ort gegen dem See, an welchem dasSchloß zum ſchwaͤchſten, und leicht zu unter-graben waͤre. Die Eidsgenoſſen lieſſen ſichdieſes gefallen, und fiengen an die Mauer mitgroſſer Muͤh zu untergraben. Die belagertenaber, als ſie ſolches vermerckten, weltzten einengroſſen Altar⸗Stein herunter, welcher der Eids-genoſſen Schirm-Dach zerſchlagen, und alle, ſodarunter geweſen, zerſchmettert. Deſſen ohn-geachtet ſetzten dieſe auf das friſche an, undlieſſen nicht nach, biß daß die Mauer zu ſinckenanfieng; die dapfern Zuſaͤtzer aber, nachdem ſiedie geſamte Eidsgenoͤſſiſche Macht bey vierWochen lang aufgehalten, und derſelbigenmanchen Sturm unerſchrocken cee

muß-