Siebenden Theil erſtes Buch. 33
Sack. Das Heer mußte in groſſer Winters-Kaͤlte bey Gariliagno in dem Feld ſtehen, ſodaß Conſalvo ſie endlich gezwungen, die einzi-ge Stadt Gaeta, die ſie noch innen hatten, aufden eilften Tag des tyogten Jahrs ihm zu uͤber-geben. Was das feindliche Schwert nicht ge—freſſen, das nahm der Hunger und die Kaͤlteweg. Alle Spitale und Straſſen in Italienlagen voller abziehender Frantzoſen und Eids-genoſſen, welche vor Hunger, Armuth undFroſt vergiengen; ſo daß die wenigſten ihr Va-terland wiederum zu ſehen bekamen. Man rech-net, daß dieſer Neapolitaniſche Zug bey ſechstauſend Eidsgenoſſen gekoſtet. Dieſes und dieAusrechnung, daß ſint wenig Jahren in Fran-zoͤſſchen Dienſten bey dreyſſig tauſend Eids-genoſſen umgekommen, machte daß alle Ortewider dergleichen hoͤchſt- ſchaͤdliche Kriegs-Ge-laͤuffe und fremde Dienſte und Penſionen ſcharf-fe Gebothe ausgehen, und dieſelben beſchwerenlieſſen; auch die von Bern wegen dieſes Nea-politaniſchen Zuges vierzig ihrer Buͤrger desBurgerrechts beraubet. Doch entſchloſſen ſichdie meiſten Orte, die von den lauffenden Buͤn-den fallende Penſionen zu nehmen, ſo baldaber ſolche Buͤnde zu Ende gelauffen, dergleichennicht mehr zu machen; ſondern fremder Her-ren Dienſte ſich zu enthalten.
VII. Theil. C Das