Band 
[Band 4.]
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0 Geſchichte der Schweitzer.

wurde der Ruff des maͤchtigen Roͤmer-Zugsum ein nicht geringes vermindert.

Obwohl nun die Reichs-Huͤlffe gemachund ſchlecht im Feld erſchienen, ſo nahm ſichdoch der Kaiſer vor die Venediger zu bekriegen. Dann als er von ihnen den Durchzugdurch ihr Land begehret, gaben ſie ihm ausAnſtifften des Koͤnigs in Franckreich, undaus Forcht, der Kaiſer moͤchte ihnen ihrePlaͤtze im Maylaͤndiſchen abnehmen, zur Ant-wort: wann der Kayſer unbewehrt durch ihrLand auf Rom zuziehen wollte, werde ervon ihnen alle Freundſchafft und Dienſtfer-tigkeit zu erwarten haben. Sollte er abermit einem Kriegs⸗Heer anruͤcken, ſo koͤnntenſie ihm den Paß aus vielen erheblichen Urſachen nicht geſtatten. Nachdem nun derKaiſer ſich zum Krieg geruͤſtet, begehrte ernochmahlen an die von Verona den Durchzug mit bewehrter Hand. Und als ihm ſol-cher abgeſchlagen worden, that er die Herr-ſchafft Venedig den dritten Hornung 1508.zu Trident in die Kaiſerliche Acht und AberAcht. Nachdem auch der Papſt ihm durch ſei-nen Legaten, damit er nicht auf Rom kom-men moͤchte/ mit einer guͤldenen Bull den Kai-ſerlichen Titul beygeleget, ſolches auch durchgantz Trident durch den Kaiſerlichen HeroldRomreich kund gemacht worden, fieng er anan unterſchiedlichen Orten auf die Venetia-ner