Band 
[Band 4.]
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62 Geſchichte der Schweitzer.

dieſes Handels wiſſen, und ſendete den Je-zer dem Biſchoffen von Lauſanne zu, um ihnrecht zu erforſchen. Allein auch zu Lauſannewolte die Sache nicht recht von ſtatten ge-hen; Jetzer ward an die Marter geſchlagen,bekennte zwar etwas, aber mit vielen Luͤgenvermiſcht, und ward wiederum auf Bern ge-fuͤhret. Als ihm nun Doctor Paulus Hug,Vicarius und verordneter Preſident in dasCloſter auf der heiligen drey Koͤnige Tag,welches der Tag ſeiner Profeß ſeyn ſollte,den Orden als uͤnwuͤrdigen und Schaͤnderndeſſelben abgenommen, beichtete Tags her-nach Jetzer/ der nunmehro wiederum ein Laywar, ein mehrers vor Rath. Und als erhernach an die Marter geſchlagen worden,bekennete er den gantzen Betrug, woraufdie Obrigkeit die vier ſchuldigen Vater in demConvent an Fuß⸗Eiſen ſchmieden ließ, undeinen Bothen auf Rom ſandte, wie ſie ſich indieſem weit auſſehenden Handel zu verhaltenhaͤtte. Papſt Julius uͤbergab durch einApoſtoliſches Breve beyden Biſchoͤffen vonLauſanne und Sitten die Sache zu unter-ſuchen. Dieſe, nachdem ſie auf Berngekommen, die gefangenen Vaͤter in derProbſtey uͤber alle Hergangenheit der Sachebefraget, dieſe auch nach und nach, nachdemſie an das Seil geſchlagen, alles zu bekennenangefangen, ward endlich ihre gantze 5 105gik