66 Geſchichte der Schweitzer.
Bourbon nicht an dieſen Stillſtand kommen,ſondern wendete ſich unerwartet gegen Rom,beſtuͤrmte den ſechsten Mey bey einem dickenNebel die Vorſtadt, ward aber einer von denerſten erſchoſſen, ſeine Soldaten aber erober-ten nicht nur die ſogenannte Burg, ſonderndrangen uͤber die Tyber auch in die Stadt,der Papſt fluͤchtete ſich ſamt etlichen Cardinaͤ-len in die Engelburg, und ward alldorten vonſeinen Feinden belagert. Was fuͤr Grauſam-keit und Muthwillen die Kaiſerlichen in dem er-oberten Rom ausgeuͤbet, und was fuͤr Reich-thum ſie erbeutet, mag mit keiner Feder ge-nugſam beſchrieben werden. Der Papſt muß-te ſich nach etwas Zeit an die KaiſerlichenHauptleute als ein Gefangener ſamt ſeinenEardinaͤlen ergeben, und ward erſt gegen demEnde des Jahrs unter ſehr harten Bedingenwiederum auf freyen Fuß geſtellet. Unter dasKaiſerliche Heer riß die Peſt ein, und raffeteeinen guten Theil deſſelben hinweg. Zu Flo-rentz wurden die von Medicis verjaget, und diealte Regierungs-Form, zu der Florentinergroſſem Ungluͤck wieder hergeſtellet. Genua be-gab ſich wiederum unter den Schutz der KronFranckreich. Dieſe hatte einen Bund mit En-gelland gemacht, den gefangenen Papſt zu er-ledigen, weßwegen Koͤnig Franciſcus ſeinenFeldherrn Lautree mit einem ſtarcken Heerunter welchem bey 10000. Eidsgenoſſen deen
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