Achten Theils drittes Buch. 67
ſen, in Italien geſchicket; welches auch nochdiß Jahr Alexandria mit Übergabe Paviaaber mit Stur ns erobect, welche ungluͤckſeligeStadt von den Frantzoſen, weil ihr Koͤnigzwey Jahre vorher vor derſelben gefangen wor—den, unmenſchliche Grauſamkeiten ausſtehenmuͤſſen. Denen hingezogenen Eidsgenoſſenergieng es nicht beſſer, indem eine groſſe An-zahl derſelben vor Hunger verdorben, ein Theilaber derſelben, ſonderlich die von Uri und ihreBenachbarten, in dem Anzug von Antonius deLeva bey Caran augegriffen, und achthundertvon denſelben erſchlagen worden. So daß vielWittwen und Waͤiſen nochmahlen Urſach be-kommen, die fremden Kriegs, Gelaͤuffe zu ver-fluchen.
Damit wir nun zu dem fuͤr die StadtBern ſo bedencklichen 1928ſten Jahr ſchreiten,ſo ſuchte man von allen Orten her ſie von ih-rer auf den ſiebenden Jenner angeſetzten Di-ſputation abwendig zu machen„ die KaiſerlicheRegierung ſchrieb an ſie unterm acht und wan-tzigſten Chriſtmonat aus Speyer: Solche Din-ge geziemen ſich nicht einer Commun, noch ei-ner Landſchafft ſondern den allgemeinen Staͤn-den der Chriſtenheit fuͤzunehmen. Weil nunIhre Kaiſerliche Mafeſtaͤt nicht nur zu einemallgemeinen Concilio verhelffen, ſondern auchauf nechſtkuͤnfftige Faſten zu Negenſpurg vondieſen Sachen wolte 18575 laſſen, als fur
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