80 Geſch. der Schweitzer.(1538
1538. geſchloſſen worden, ſendete König Fer-dinandus ſeine Bothſchaffter fuͤr gemeine Eids-genoſſen auf Baden einen Huͤlffs⸗Anwurff zuthun mit folgendem Vortrag: Es werde einerLoͤblichen Eidsgenoſſenſchafft unverborgen ſeyn,wie er von dem Erb Feind neulich in Ungarneine ſchwere Niederlage erlitten: ſo habe derſel-bige auch anderer Orte, ſonderlich den Vene—tianern, groſſen Schaden gethan, Napoli diRomagna belagert, viel Chriſten⸗Blut vergoſ-ſen, auch bey Menſchen-Gedencken ſeine Graͤn-zen bey ſechstzig Meilen gegen die Chriſtenheiterweitert weßwegen der Kaiſer mit dem Papſtund Venedig der gantzen Chriſtenheit zu Wohl-fahrt in einen Bund getreten, daß fie den Tuͤr-ken mit zweyhundert Galeeren, hundert Na—chen, fuͤufftzig tauſend zu Fuß und fuͤnftauſendzu Pferd angreiffen wo ten; daruͤber giengemonatlichen Koſtens 5700. Ducaten, ꝛc.Sie haͤtten auch ihn Koͤnig Ferdinand dahinvermoͤgen, mit in dieſe Buͤndniß zu treten,und waͤre ihm auferleget, ein ſtarckes Heer wi-der den Erb- Feind ins Feld zu fuͤhren; weiler aber wegen ſo langen Kriegen wider denBluthund an Geld und Kraͤfften erſchoͤpffet,als ſey er benothiget die Staͤnde des Reichsum Huͤlffe und Zuzug anzusprechen; ſo nundieEidsgenoſſen auch Glieder der allgemeinen Chri—ſtenheit, als erſuche er ſie bittlich, eine leidend-liche Huͤlffe, in der Eidsgenoſſenſchafft We. ſechs