1941) Neundten Th. vierdtes B. 103
de Treme, Oron, Paleſieux wolte ſie ihn derHuldigung bey ſeinen Lebzeiten entheben, dochihr Recht auf benennte Oerter vorbehalten ha-ben. Nachdem nun der Vater Todes verbli-chen, und zwey Sohne, Michel und Franciſcus,hinterlaſſen, von welchen der letztere, als derjuͤngere, die Freyherrſchafft Aubonne fuͤr ſeinErbtheil bekommen, wolte der erſtere der StadtBern nicht huldigen, endlich nachdem manihm eine lange Zeit, ſich mit ſeinen Freundenzu berathen, ertheilet, wuͤrckte er unterdeſſenvon dem Kaiſer ein ernſthafftes Vorbittsſchrei-ben aus, daß er der zugemutheten Huldigungmoͤchte enthoben ſeyn, welches die von Berndahin beantwortet, daß ſie gewiß verſichert,wann Ihre Kaiſerliche Majeſtaͤt alles deſſenrecht waͤren berichtet geweſen, was zwiſchen ih-nen und dem verſtorbenen Grafen vorgegangen,ſie nicht nur dem jungen Grafen das Wortnicht wuͤrde geredet, ſondern denſelben zu Lei-ſtung ſeiner ſchuldigen Pflicht wuͤrde ermahnethaben, alſo koͤnnen ſie nicht verheelen„daßwann der Graf nicht forderlich ſeine Schuldig-keit gegen ſie werde abſtatten, ſie denſelbenrechtlich vornehmen, und ihm ferners nicht,wie bißher Ihrer Majeſtaͤt zu Ehren geſchehen,verſchonen werden.
Es nahmen aber nicht nur der Kaiſer, ſon-dern auch die von Freyburg ſich des jungenGrafen mit allem Eifer an. Dieſe ſendeten
G 4 zu