104 Geſch. der Schweitzer(1542
zu Anfang des reazſten Jahrs eine anſehnlicheGeſandtſchafft, nemlich zwey von dem kleinenRath, zwey von den Sechszigen, und zweyvon den Zweyhunderten auf Bern mit folgen—dem Vortrag; Es moͤchte eine Obrigkeit vonBern aus Freundſchafft zu der Stadt Frey—burg, und wegen des Grafen gut geleiſtetenDienſten, denſelben der angemutheten Huldi-gung entheben. Der Graf ſtehe mit Freyburgund den acht Orten im Bund, ſolte man mitihm nicht bundmaͤßig handeln„ ſo waͤren dieOrte ihm Schirm zu geben, verbunden, ſolteauch ihr Vorwort nicht erheblich genug ſeyn,ſo wuͤrden ſie ſich gemuͤßiget ſehen, denen vonBern das Recht darzuſchlagen, welches ihnennicht lieb waͤre. Nachdem aber die von Bernihn zu erlaſſen ſich nicht entſchlieſſen konnten,und der Graf, wie auch die von Freyburg jelanger je hefftiger darauf drangen, verordne-ten uͤbrige Eidsgenoſſen, groͤſſeres Unheil zuvermeiden, etliche Schied-Leute von Zuͤrich,Lucern, Schweitz und Baſel, welche die ſtrei—tenden Partheyen an der Senſen vertragen ſol-ten. Es konnten aber die Schied- Richternichts fruchtbarliches ausrichten. Die von Frey-burg gaben vor, Bern haͤtte gegen Überlaſſungder Stadt Vivis den Grafen und alle ſeineNachkoͤmmlinge der Huldigung erlaſſen; dievon Bern aber behaupteten, daß dieſe Ent—hebung nur den damahligen Grafen aneun