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[Band 5.]
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308 Geſch. der Schweitzer(1955

nicht begriffen ſehn. Ein Ertz⸗ oder Biſchoff,oder anderer Geiſtlicher ſo er zur ProteſtirendenReligion uͤbergehet, ſolle ſeiner Wuͤrde und Ein-kuͤnffte, doch ohne Schwaͤchung ſeines gutenNahmens abſagen, und ſeine Stelle nach Gewohnheit mit einem andern erſetzet werden.Die geiſtlichen Guͤter, ſo etliche Staͤnde desReichs an Kirchen und Schulen verwendet,

ſollen von deßwegen nicht erſucht werden, nochvor dem Cammer-Gericht darfuͤr zu antworten

haben. Der geiſtliche Gerichts⸗Zwang ſolle

wider die Proteſtanten und ihre Religion, Glauben und Ceremonien keine Gewalt haben, noch

ihnen was in Weg legen, ſonder ſolle biß zu

gaͤntzlicher Hebung der Zweytracht eingeſtellet

ſeyn. Uebrige Sachen, die die Religion nicht

beruͤhren, ſollen nach altem Brauch und Ge

wohnheit gelten, und ihre Krafft behalten.

Den Geiſtlichen ſollen auch alle ihre Einkuͤnffte

verbleiben, doch ſo, daß die weltlichen, in deren

Landen dieſe Guͤter gelegen von ihrem Rechten,welches ſie vor der Zweytracht der Religion ge-

habt, nichts verlieren. Fehrners, daß aus die-

ſen geiſtlichen Guͤtern die Nothdurfft der Kir

chen, der Schulen, der Spitaͤhlen, der All-

moſen ꝛc. beſorget werden, wie ſie dazu einge

ſetzet, ohne Unterſcheid der Religion ꝛc.

Kurtz hierauf hat Kaiſer Carolus, entwe-der aus Eckel uͤber alle menſchlichen Sachen oderaber aus Kranckheit und zunehmendem 175

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