1579) Neundten Th. eilfftes B. 209
die höͤchſte Kaiſers⸗Wuͤrde, ſamt aller Majeſtaͤtund Herrlichkeit abgeleget, und jene ſeinemBruder Ferdinand, ſeine weitlaͤufftigen Laͤnderaber ſeinem Sohn Philippus uͤberlaſſen; Denfuͤnffzehenden Oetober ließ er eine Bull aufſe-zen, und mit ſeiner eigenen Unterſchrifft undSiegel bekraͤfftigen; krafft welcher er ſeinemSohn Philippus, den er ſchon zuvor zum Koͤ—nig in Neapolis und Sicilien, wie auch zum Her-zog zu Mailand gemacht, alle ſeine uͤbrige Koͤ—nigreſche, Laͤnder und Herrſchafften abtrittet.Hierauf hat er den fuͤnff und zwantzigſten be-meldeten Monats zu Bruͤſſel in Gegenwart derNiederlaͤndiſchen Staͤnde ſeinem Sohn Philippus, den er erſtlich zum Haupt des Ritter-Ordens vom goͤldenen Vließ gemacht, durcheine zierliche Rede die Regierung uͤbergeben.In dieſer Rede erzehlt der Kaiſer alle ſeine Muͤ-he und Arbeit, ſeine Liebe und Sorgfalt, ſoer fuͤr das gemeine Beſte gehabt, wie auch ſei-ne Kranckheiten und zunehmenden Schwachhei-ten, welches ihn bewogen den ſchweren Reichs-Laſt von ſeinen Schultern zu weltzen, und ins-kuͤnfftige Gott und ſich ſelbſt zu leben. DieStaͤnde vermahnet er zum Gehorſam gegen ſei-nem Sohn ihren natuͤrlichen Herren; ſeinenSohn aber, daß er Gott immer ſolle vor Au-gen haben und foͤrchten die wahre Religionſchuͤtzen, und die Geſetze handhaben; welchesalles ſowohl er als die Umſtehenden mit haͤuffigen
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