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[Band 5.]
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310 Geſch. der Schweitzer.(1555

Thraͤnen begleitet; Endlich ward er entſchloſ—ſen, nachdem er ſich nicht mehr als 1d.Goldguͤlden zu ſeinem und der ſeinigen Unter—halt vorbehalten, den dreyzehenden Novemberab und in Spanien zu ſegeln, hat aber ſeineReiſe, entweder wegen Ungeſtuͤmigkeit derWitterung, oder weil er zuerſt ſeinen Sohnrecht feſt ſetzen wollen, biß in das kuͤnfftigeJahr aufgeſchoben. Den deutſchen Fuͤrſtenaber uͤberlaſſen an ſeine Stell einen andernKafſer, nemlich ſeinen Bruder Ferdinand zuerwehlen. Er war ein Fuͤrſt, dem es wederan Gluͤck, noch Staats⸗Klugheit, noch Dap-ferkeit gemangelt, und der durch ſeine groſſeThaten ſeinen Nahmen unſterblich gemacht;auch bey der Nachwelt das Nachdencken hin-terlaſſen: ob er in der Regierung und Fuͤhrungſeines maͤchtigen Scepters, oder aber in Hin-legung deſſelbigen und Verachtung einer Wuͤrde,nach welcher ſonſt die Menſchen⸗Kinder mit ſogroſſer Sehnſucht ſtreben, einen groͤſſern undheroiſchern Muth gezeiget habe. Mit den Eids-genoſſen, durch ſeines Anherrn MaximiliansBeyſpiel gewitziget, hat er, ſo lang er gelebetund regieret, eine beſtaͤndige Freundſchafft un-terhalten, obwohl er ſelbige zu brechen, zu Zei-ten guten Anlaß und Urſach gehabt haͤtte.

Um dieſe Zeit that ſich die ſechste Unru-he von Seiten der Stadt Biel in den Helveti-ſchen Graͤntzen hervor. Melchior von 1——eld