168 Geſch. der Schweitzer.(1573
Das ſiebende Buch.. Franckreich vermochte das Blut von
mehr als zoo o. Perſonen das Feuer
der innerlichen Unruhen, nicht, wie derHof vermuthet, zu ſtillen, ſondern ſolches gienghin und wieder nochmahls gefaͤhrlich genug auf.Dann als die Reformirten ſich aus dem erſtenSchrecken, den die barbariſche Ermordung ih-rer Bruͤder bey ihnen erwecket, erhohlet,und wohl vermercket, daß ihr gantzes Heil aufder Spitze ihrer Waffen beruhete, fiengen ſiean ſich zum Krieg ernſthafft zu ruͤſten. Mon-tauban und Sanſerre ſchloſſen den Koͤnigiſchendie Thore vor der Naſen zu, Rochelle befe—ſtigte ſich, Nimes ſagte dem Koͤnig allen Ge-horſam auf, und viel kleine Plaͤtze wurden vonden Reformirten weggenommen. Der Hofhatte keine Macht im Feld ſtehen, die Hugenot-ten gaͤntzlich zu vertilgen. Endlich brachte erdoch drey Heere auf die Beine, welche aberwenig ausrichteten; La Caſtre der das eine unterſich hatte, mußte nach drey Monaten die Be-lagerung von Sanſerre in eine Umwallungverwandeln; Damville, der Languedoc, ſonder—lich Nimes bezwingen ſelte, griff das Wercknicht mit Ernſt an, weil er wußte, daß derHof, ſonderlich die von Guiſe ihm und ſeinemDurch-