178 Geſch. der Schweitzer(1574
alſo ward der Krieg wider die Huguenotten be-ſchloſſen. Zu dieſem Ende ließ die KoͤniglicheFrau Mutter ſiebentzig Fahnen, beſtehend aus6000. Koͤpffen Roͤmiſch⸗Catholiſcher Eidsge-noſſen anwerben, welche zu Anfang Augſtmo-nats 1574. von Hauß aufgebrochen, den 19denbemeldeten Monats bey Chalons in Gegenwartder alten Koͤnigin die Muſterung paſſirt, undhernach dieſelbige auf Lion, den Koͤnig alldortzu begruͤſſen, begleitet haben. Dieſe Voͤlckerwurden hernach in das Dauphine hinunter ge-fuͤhret, allwo ſie, wie wir bald hören werden,wenig Seiden geſponnen haben. Unterdeſſenruhete der ausgetretene Printz von Conde auchnicht, ſondern indem er mit Pfaltzgraf Caſimir/Churfuͤrſt Friederichs zuͤngern Sohn, wegeneiner anſehnlichen deutſchen Huͤlffe in Handlungſtuhnde, ſendete er den Herrn von Montaiguzu den vier Evangeliſchen Staͤdten in die Eids-genoſſenſchafft; dieſer ſtellete vor Rath zu Bernden vierdten Julius den jaͤmmerlicheng aſtand desKoͤnigreichs vor; wie daß Treue und Glaubenaus demſelbigen verbannet, die Geſetze unterdie Fuͤſſe getreten, die Unterthanen biß aufsBlut ausgeſogen, die Reformirten verfolget,und ihnen von dem letzten Tractat vor Rochelle,obwohl er ſehr hart geweſen, nicht das gering-ſte gehalten, die vaterlaͤndiſch⸗geſinneten vonbeyden Religionen entweder hingerichtet, oderin Kercker geſtecket/ wie den vortrefflichen Ma-0 reſchal-