72 Geſch. der Schweitzer(1618
ſchafft Bern verbuͤndet ließ ſie bittlich erſuchen,daß wann die Stadt Bern zur Nothwehrzu greiffen gezwungen wuͤrde, ſie ihre Hand—lungen mit guͤnſtigen und freundlichen Au—gen anſchauen und betrachten wollten, wieſie ihrerſeits ſo ſorgfaͤltig und gefliſſen ſey/Treu und Glauben, und was dem Rechtenund Billichkeit gemaͤß zu beobachten, ihralſo hingegen zum Boͤſen auch nicht koͤnneausgedeutet werden, wann ſie begehre ihreGerechtigkeiten zu ſchuͤtzen und zu ſchirmen,und wider deſſen Gewalt ſich zu vertheidi—gen, welcher ſie um die Praͤeminentzen, ſoſie auf die 217. Jahr ruhiglich beſeſſen zubringen, und ſolche aus ihren Haͤnden zureiſſen unterſtehen wuͤrde. Ihre Eids- undBundsgenoſſen aber bitten ſie, ſich deſſen,was ihnen dieſer Sache halber zugeſchrie—ben worden, wohl zu erinnern, ihre Rechtereifflich zu erwegen, ſich durch gefaͤhrlicheBeredungen nicht einnehmen zu laſſen, dieaͤltere Buͤndniſſe jederzeit in Obacht zu neh—men, der Pflicht gegen dem gemeinen Va—terland und des Eid-Schwurs gegen ihregetreue Eidsgenoſſen eingedenck zu ſeyn,ſonderlich des Verſprechens, ſie bey ihremVurgrecht und allen Rechten gegen der Graf—ſchafft Neuenburg zu ſchuͤtzen ꝛc. Alſo bliebdieſer Streit fuͤr dießmahl uneroͤrtert.
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