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[Band 9.]
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276 Geſch. der Schweitzer.(1691

Dieweilen nun etliche Sachen vorfielen, darin-nen man nothwendig den Augenſchein einneh-men, und die Landſaͤſſen ſelbſt verhören mußte;als ward uͤber die bereits abgethanen Punctenein Abſcheid gemacht, und darbey beſchloſſen,daß auf naͤchſtkuͤnfftigen acht und zwanzigſtendieſes lauffenden Monaths neuen Calenders,ehrengedachte Geſandte beyder Partheyen ſichauf Frauenfeld im Thurgaͤu begeben, und dieuͤbrigen Artickul auch vollends friedlich zu Endebringen ſollten.

Es beſtuhnd aber der ſummariſche Ver-gliech deſſen, das ſo wohl zu Baden und her-nach zu Frauenfeld abgehandelt worden, in fol-gendem: Es ſey dem Lands, Frieden gemaͤß,wie auch billich, daß kein Theil von dem an-dern an freyer Übung ſeines Gottesdienſts, zuvorgeſetzten Stunden, gefaͤhrlicher Weiſe odervermeſſeutlich verhintert und irre gemachet, auchniemand von ſeinem Glauben, wider den Inn-halt des Lands⸗ Friedens, abzuweichen gezwun-

gen, darbey keine Gefehrde und Gewalt gebrauchtwerde, auch kein Theil an des andern Reli-gions⸗Gebraͤuchen und Ceremonien wider ge-machte Verglieche und Ordnungen mit Gewaltoder Beſchwerde gehalten oder gebunden ſeynſolle. Die Chore und Altare ſollen, wo les von-noͤthen, mit beyder Religions⸗VerwandtenVorwiſſen und Bewilligung vergittert und ein-geſchloſſen, auch die Kirchen erweitert 412i-