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Die Religion innerhalb der Grenzen der blossen Vernunft / vorgestellt von Immanuel Kant
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Vorrede.

Weltschöpfung ist, was zugleich der Endzweck

des Menschen seyn kann und soll.

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Wenn die Moral an der Heiligkeit ihres Gest,tzes einen Gegenstand der größten Achtung erkennt,

so

ob er gleich nur in praktischer Beziehung angenommenwird, doch über den Begriff der Pflicht, den die Moralenthält, (und der keine Materie der Willkühr, sonder»blos formale Gesetze derselben voraussetzt), hinausgeht, undaus dieser also analytisch nicht entwickelt werden kann.Wie ist aber ein solcher Satzsxrlork mög-lich? Das Zusammenstimmen mit der bloßen Idee einesmoralischen Gesetzgebers aller Menschen ist zwar mit demmoralischen Begriffe von Pflicht überhaupt identisch, undsofern wäre der Satz, der diese Zusammenstimmung ge-Lictct, analytisch. Aber die Amichmung-seines Daseynssagt mehr, als die bloße Möglichkeit eines solchen Gegen-standes. Den Schlüssel zur Auflösung dieser Aufgabe,soviel ich davon einzusehen glaube, kann ich hier nuranzeigen, ohne sie auszuführen.

Zweck ist jederzeit der Gegenstand einer Zuneigung,das' ist, einer unmittelbaren Begierde zum Besitz einerSache, vermittelst seiner Handlung; so wie das Gesetz<das praktisch gebietet), ein Gegenstand der Ächtungist. Ein objektiver Zweck (d. i. derjenige, den wir habensollen, ist der, welcher uns von der bloße» Vernunftals ein solcher aufgegeben wird. Der Zweck, welcher dieunumgängliche Bedingung, und zugleich zureichende allerübrigen enthält, ist der Endzweck. Einige Glück-seligkeit ist der subjektive Endzweck vernünftiger Welt'rvesen, (den jedes derselben vermöge seiner von sinn-

liehen