r ro Drittes Stück. Von dem Siege.
In diesem gefahrvollen Zustande ist der Menschgleichwohl durch seine eigene Schuld; folglich ister verbunden , soviel er vermag , wenigstensKraft anzuwenden, um sich aus demselben heraus-zuarbeiten. Wie aber? das ist die Frage. —Wenn er sich nach den Ursachen und Umständen um-sieht, die ihm diese Gefahr zuziehen und darin er-halten, so kann er sich leicht überzeugen, daß sieihm nicht sowohl von seiner eigenen rohen Natur,sofern er abgesondert da ist, sondern von Menschenkomme», mit denen er in Verhältniß oder Verbin.düng steht. Nicht durch die Anreize der erstemwerden die eigentlich so zu benenncnde Leidenschaf-ten in ihm rege, welche so große Verheerungen inseiner ursprünglich guten Anlage anrichten. SeineBedürfnisse sind nur klein , und sein Gemüthszu-stand in Besorgung derselben gemäßigt und ruhig.Er ist nur arm, (oder hält sich dafür), sofern erbesorgt, daß ihn andere Menschen dafür hallen,und darüber verachten möchten. Der Neid, dieHerrschsucht, die Habsucht und damit verbundenefeindselige Neigungen bestürmen alsbald seine ansich genügsame Narur, wenn er unter Men-schen ist , und es ist nicht einmal nöthig, daßdiese schon als im Bösen versunken, und als vcr-leitende Beyspiele vorausgesezt werden; es ist ge.nug, daß sie da sind, daß sie ihn umgeben, unddaß sie Mcnichcn sind, um einander wechselseitigin ihrer moralischen Anlage zu verderben, und sicheinander böle zu machen. Wenn nun keine Mittel«msgefundcn werden können, eine ganz eigentlich
auf