Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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DieRa u-pen.

42 Schauplatz der Natur.

andern lebendigen Thiere werden, ſo baldſie ihr Grab verlaſſen. Hiebey moͤchteich gerne Unterricht haben, ob ſie vorſolcher Veraͤnderung in der That ſterben.Der Graf. Solte man die Redens-Art nicht kecklich gebrauchen, und ſagenkoͤnnen: das Thier ſtuͤrbe wuͤrklich, nach-dem es zur Nymphe geworden? Dennvorher war es ja ein wuͤrkliches Thier,das einer Leib, Eingeweide, Fuͤſſe, Au-gen, und mit einem Wort alle ſeine ge-hoͤrlgen Glieder hatte, welche meiſten-theils von den Gliedern des fliegendenThieres, welches nach dem erſtern folget,ganz unterſchleden ſind: es leget ſeinenKopf, ſeine Augen, und ſeinen Coͤrper ab,folglich iſt es wuͤrklich tod. Wenn Sieeinem andern Thier den Kopf und denLeib wegnehmen, ſo bleibt nichts mehrvon ihm uͤbrig: denn wenn alle Theileeines Coͤrpers abſterben, ſo ſtirbt der Coͤr-per ſelbſten ab. Auf ſolche Weiſe endi-gen die Loͤwen, die Pferde und alle an-dere Thiere ihr Leben; allein was dieWuͤrme, Naupen und andere derglei-chen gering⸗geachtete Thiergen betrifft,ſo iſt ihr Tod der Urſprung eines neuenWeſens: ihr Untergang verſchaffet, daßandere Geſchoͤpfe nach ihrer Ordnung zuleben anfangen: wenn der Seiden⸗Wurmtod iſt, ſo wird eine Fliege aus ihm; 155 er