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Zweytes Geſpraͤch. 55
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lebendigen Geſchoͤpfen ertheilet, daß ſie Diezu ihrer Nahrung die Erd⸗Gewaͤchſe Raupen.
gebrauchen ſollen. Ihr Privilegium hier-uͤber iſt in ſo guͤltiger Form abgefaſſet,als dgs unſrige, weil es eben daſſelbei
Dann und wann gereichet es demMenſchen zur Beſchwehrlichkeit, daßman ihm, was die Erlaubniß die Erd-Fruͤchte zu genieſſen betrifft, die In-ſecten beygeſellet hat; Allein es iſt ein Ubel,das mit gutem Vorbedacht iſt zugelaſſenworden. Der Menſch ſoll nicht nur le-ben, ſondern guch vernuͤnftig werden:Wenn ihm nun die Inſecten die reichenGaben Gottes vor dem Munde hinwegnehmen; ſo muß er ſich uͤber ſeine Un-dankbarkeit ſchaͤmen. Wenn der HErrſeinem Kriegs⸗Heer befiehlt auszuziehen,und Rache zu uͤben; Wenn er an ſtattder Loͤwen und Tyger, oder anderer grim-migen Thiere, die Heuſchrecken, Raupenund Fliegen gegen den Menſchen ausruͤ-ſtet: So wird ſein Hochmuth auf ein-mahl zu Boden geſchlagen. Was fuͤrMittel bedienet ſich der Allmaͤchtige umdie Menſchen zu demuͤthigen, die ſich ein-bilden, ſie waͤren reich, maͤchtig, und duͤrf-ten ſich vor niemand fuͤrchten? Der Wuͤr-me und der Fliegen. Da ſehen Sie, meinwehrter Chevalier, daß derjenige, der
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