Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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Fweytes Geſpraͤch. 75

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ſchoͤne Zeichnungen, Ausfuͤlungen und DieZierrathen, als an der ſchoͤnſten Sticke⸗Raupen.

rey/ zum Überfluß iſt der Rand mit Fran-ſen eingefaſſet. Wenn ich eine ganzeKleidung ausſuchen oder andere Mobi-lien geſchickt einrichten will, ſo ziehe ichdie Zweyfalter zu Rathe. Mein HerrChevalier, ſie koͤnnen alles nach Gefallenbetrachten, nur bitte ich, nichts mit denFingern anzuruͤhren, denn davon gehendie Federn ab.

Der Chevalier. Federn? Mich duͤn-ket jedoch, Madame, daß nichts als einmehligter Staub ſich an die Finger haͤn-ge. So offt ich Zweyfalter gefangen,habe ich dergleichen Gemuͤlbe, von ebender Farbe, als der Zweyfalter ſelber war,an der Hand gefunden.

Die Graͤfin. Dieſe Herren habenmir gezeiget, daß dieſer mehligte Staubaus lauter Feder⸗Flocken beſtehe. Die-ſe Federgen haben auf einer Seite einenKiel, und auf der andern lauffen ſie inder Runde zu, und ſind mit Franzen ge-ziert. Sie liegen auf ſolche Weiſe uͤber-einander, daß immer der unterſte Theilder ſoͤrdern Reihe unter dem oͤbernTheil der folgenden Reihe verdeckt lie-get; anbey ſind ſie, wie die Vogel⸗Fe-dern, und in vollkommen⸗ſchoͤner Ord-nung befeſtiget: reiſſet man ſie aus, 0

Leeuwen-hoek. Ar-can. nat.t. 3. ep. 146.