Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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Die

76 Schauplatz der Natur.

iſt der Fluͤgel weiter nichts mehr, als ei-

Raupen. ne zarte und durchſichtige Haut, in wel-

cher man die hohlen Stellen deutlich wahr-nimmt, darinnen die Kiele vorhero ge-ſtecket. Damit Sie aber hieran nicht zwei-feln, ſo belieben Sie nur das lezte Blatanzuſehen, auf welches man eine Mengeſolches mehligten Staubes von allerhandArten Zweyfaltern aufgeleimet hat.

Der Graf. Hier haben Sie ein Au-gen⸗Glas, Herr Chevalier, durch deſſenHuͤlfe Sie dieſen Staub in Federn ver-wandeln werden.

Der Chevalier. Es iſt nichts gewiſ-ſers, als was die Frau Graͤfin hiervonerwaͤhnet: jetzo ſehe ich nicht den gering-ſten Staub, aber wohl ſchoͤne Federn,deren lebhaffte und verſchiedene Farbenmir uͤberaus angenehm zu ſeyn ſcheinen.

Die Graͤfin. Mein Herr, weil Ih-nen unſer Zeit⸗Vertreib nicht mißfaͤllt,ſo ſollen meine Seiden⸗Wuͤrme morgenzur Unterhaltung dienen. Es wuͤrde zuDero Vergnuͤgen gereichen, wenn manſie jetzo in ihrer Arbeit betrachten koͤnte,zumahlen wie ſie Seite ſpinnen; alleinzum Ungluͤck iſt dieſelbige Jahrs⸗Zeit ſchonverſtrichen, und alſo muͤſſen wir dieſe Thie-re kuͤnftigen Fama beſuchen, da wirſodann drey Monathe Zeit haben den Au-genſchein einzunehmen. a

Die