DieSpin-nen.
118 Schauplas der Natur.
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Von allen Enden des Gewebes lauffenFaͤden biß in den Mittel⸗Punct, darinn dieSpinne verborgen lieget: Wenn nun einſolcher Faden beruͤhret wird, ſo verſpuͤhretſie die Bewegung in ihrer Hoͤhle, merket da-raus, daß einig Wildpret in ihr Garn ge-fallen ſey, und packet es ſogleich an. Fer-ner hat ſie von ihrem Aufenthalt hinter demGewebe noch dieſen Nutzen, daß ſie ihrenRaub in Sicherheit verzehren, und die to-den Coͤrper daſelbſt verbergen kan, alſo daßman von Auſſen nichts davon wahrnimmt,anderer Geſtalt ihre Wohnung in uͤblenRuf kommen, und niemand einer ſolchenMoͤrder⸗Grube zu nahe kommen wuͤrde.
Der Chevalier. Ich moͤchte wiſſen, wodoch die Spinnen immer Materie genug zuihrem Gewebe hernehmen? denn man zer-ſtoͤret ihre Arbeit ohne Unterlaß, und den-noch iſt den andern Tag alles wieder in vo-rigem Stande.
Der Prior. Weil die Vorſehung ge-wuſt, daß die Spinne verhaſſet iſt, daß manihr Gewebe nicht leidet, und ſelbiges alle Au-genblicke in Gefahr laufft zerriſſen zu wer-den: ſo hat ſie ihr eine Vorraths⸗Cammermitgetheilet, daraus man das ſchadhaffteGewebe zum oͤfftern wieder ergaͤnzen kan,weil ſie ſich wieder anfuͤllet, wenn ſie ausge-leeret worden: doch kommt endlich eine Zeit/da dieſer Zufluß aufhoͤret: Nemlich, e