Sechſtes Geſpraͤch. 179
ſorget die uͤbrigen waͤhrender Arbeit mit DieEſſen. Die auf das Feld fllegen, bekom⸗Bienen,
men nichts, weil man glaubet, ſie werdenſich ſelber nicht vergeſſen haben; Man giebtauch denen nichts, welche die Zellen zu ver-fertigen anfangen. In der That iſt dieſesein muͤhſames Beginnen, denn ſie muͤſſendas Wachs mit ihren Kiefern platt ſtrei-chen, ausdaͤhnen, abſchneiden und beugen;hingegen weil die Arbeit ſo hart, haben ſieErlaubniß bald wieder abzulaſſen; wor-nach ſie auf das Feld fliegen, ihre Nah-rung ſuchen, und alſo durch eine leichtereBemuͤhung von der vorigen ſchwehren aus-ruhen. Diejenigen, die ſie an der Arbeitabloͤſen, reiben das angefangene Bau-Werk mit ihrem Munde, Fuͤſſen und hin-terſten Theil des Leibs, und hoͤren nichtauf, biß alles die behoͤrige Glaͤtte undSchoͤnheit habe. Weil nun dieſe lezterevon Zeit zu Zeit Nahrung beduͤrfen, gleich-wohl aber von der Arbeit nicht ablaſſen ſol-len, ſo ſind ſchon andere Bienen in Bereit-ſchafft, die ihnen auf jedesmahliges Ver-langen Speiſe reichen.
Der Chevalier. Haben Sie geſehen,wie man ihnen zu Tiſche dienet?
Der Graf. Recht deutlich. Sie re-den durch Zeichen miteinander. Die hun-gerige Biene neiget den Ruͤſſel gegen dieSpeiſe⸗Austheilerin; Dieſes will ſo viel
5 M 2 ſagen: