188 Schauplatz der Natur.
ee
Die loß zu werden. Endlich gelangte er biß mit-
Bienen. ten in ſeiner Feinde Lager; allein daſelbſt
muſte er ſeinen Geiſt gar bald durch unzaͤhli-ge Wunden ausblaſen. Hierauf wuſten dieBienen ihres Orts eben ſo wenig, was wei-ter anzufangen ware, und wie ſie den toden
Leichnam auf die Seite ſchaffen ſollten. Sie
giengen alſo deßwegen mit einander zu Rath.Der Chevalier. Der Herr Graf wer-den ohne Zweifel ihre Berathſchlagungenvernommen haben? iDer Graf. Von Anfang biß zu Ende.Die kluͤgeſten ſtellten dieſes bor: Es ſeyeganz unmoͤglich den toden Schnecken hin-aus zuwerfen, in Betrachtung ſeiner groſſen
1
Schwehre: Überdem waͤre er auch, durch
ſeinen anklebenden zaͤhen Schleim, an den
Boden wie angeleimet: Wollte man ihn daliegen laſſen, ſo lockete man die Fliegen her-bey; es wurde eine Faͤulung, und auf dieſeeine groſſe Menge Wuͤeme, entſtehen. Die
Würme wuͤrden erſt den Schnecken an,
greiffen, ſodann biß in die Zellen kriechen,und die jungen Bienen⸗Wuͤrme angreifen.Das beſorgliche Übel war alſo groß, undeine ſchleunige Entſchlieſſug hoͤchſt noͤthig;Wie klug ſie aber die Sache angeiffen, das
werden Sie nimmermehr errathen. Doch
moͤchte ich ihre Meynung daruͤber hoͤren,Herr Chevalier. Was fuͤr ein Mittel hiel-ten Sie in ſolchem Falle fuͤr dienlich?
öö