Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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190
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Die

190 Schauplatz der Natur.

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und in den dritten das Honig, davon man

Bienen. den Winter uͤber leben muß.

Von denen Jungen kan ich ihnen nichtsbeſonders erzehlen, es iſt damit ohngefaͤhr,wie bey denen Weſpen, beſthaffen. Wennder Wurm aus dem Ey gekrochen, ſo bringtihm die Mutter von Zeit zu Zeit Honig.Nach zehen oder zwoͤlf Tagen, wenn er ſichſatt gefreſſen hat, ſo verſchlieſſet eine alteBiene ſeine Zelle mit einem waͤchſernen De-ckel. Der Wurm trucknet nach und nachaus, und hingegen wird das kleine Bienen-Puͤpgen, das in ihm ſtack, immer ſtaͤrker,bleibt aber ohne Bewegung. Wenn esvierzehen Tage alſo ſtille gelegen, bricht esden waͤchſernen Deckel durch, truͤcknet ſei-ne Fluͤgel, flieget aus, und hohlet ſeine Beu-te von den Blumen. Denn es weiß denerſten Tag gleich vollkommen wohl, wasſeine Verrichtung iſt.

Was aber das Wachs⸗amachen betrifft,

ſo haben der Herr Graf hiervon beſſereWiſſenſchafft, als ich.

Der Graf. Es iſt wahr, daß ich michſonderlich damit ergoͤtzen kan. In gewiſ-ſer maſſe muͤſſen die Bienen eben ſowohlVorrath von Wachs, als von Honig, ha-ben, denn ſie bauen ihre Wohnungen da-von, ſie vermauren die Gewoͤlbe der jungenPuͤpgen damit, ingleichen auch diejenigen,darinnen das Honig verwahret wird. Er-

eignet