Siebendes Geſpraͤch. 193
ſen glatt, und legen es Lagweiſe aufeinan-der.
Dieſes iſt das rohe Wachs, an welchemman gar leichte bemerket, daß es von aller-hand Blumen geſammlet worden, weil jed-wede Lage ihre beſondere Farbe hat. Eswird aber hernach noch einmahl bearbei-tet. Sie durchkneten, reinigen und blei-chen es, und geben ihm einerley Farbe.Dieſes Wachs gebrauchen ſie mit der groͤ-ſten Sparſamkeſt. Man kan handgreiflichabnehmen, daß die ganze Familie vernüͤuf-tig ſey, und den vorgeſchriebenen klugen
erordnungen geziemende Folge leiſte.Wenn es die Noth erfordert, ſo wird al-les angegriffen, was vorraͤthig iſt, hinge-gen nicht das geringſte davon im Überfluſ-ſe gebrauchet. Denn wenn ſie verſchwen-deriſch damit umgiengen, ſo muͤſten ſie vie-le Zeit auf Einſammlung andern Wach-ſes wenden, welche zum Herbeyſchaffen desHonigs ſollte angewendet werden. Des-wegen halten ſie das geringſte Wachs⸗Koͤr-nigen zu Rathe. Wenn ſie zum Exempeldie Deckel von den Honig⸗Behaͤltniſſenhinweg nehmen, ſo legen ſie ſolche zu demandern Wachs⸗Vorrathe. Noch ein an-der Exempel ihrer Sparſamkeit iſt folgen-des: Wenn eine junge Biene aus ihremVerwandlungs⸗Orte herfur kriechet, unddie wachſerne Thuͤre durchbrochen hat, ſo
I. Theil. N kom-
DieBienen