Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
Seite
194
JPEG-Download
 

494

Die kommen zwey alte Bienen, die das von die-

Bienen. ſer Thuͤre uͤbrige Wachs wegnehmen, die

Schwelle der Wohnung wieder gehoͤrig zu

rechte machen, und das uͤbrig⸗gebliebene

Wachs in die Vorraths⸗Cammer brin-

gen. Alſo ſehen Sie, daß die Bienen nichtsumkommen laſſen.

Die Graͤfin. Aber, Herr Graf, iſt esnicht etwa mit dieſer Sparſamkeit der Bie-nen beſchaffen, wie mit ihrer Berathſchla-gung uͤber den tod⸗geſtochenen Schnecken?Mich beduͤnket, es ſtecke die Vernunft die-ſer Thiere eigentlich nur in der Beſchrei-bung, die Sie von ihnen machen.

Der Graf. Es iſt wahr, daß ich die-ſe Berathſchlagung nur zur Luſt denen Bie-nen angedichtet habe. Unterdeſſen hat dieGoͤttliche Allmacht ihnen Mittel gegeben,wodurch ſie in der That ſolche Dinge vor-vornehmen, die einer klugen Berathſchla-gung ganz aͤhnlich kommen. Was dieSparſamkeit betrifft, ſo kan ich Ihnen dieProben davon ſehen laſſen, wenn Sie be-

lieben.Das Ho⸗ Der Chevalier. Beliebet Ihnen, vor-nig. jetzo mir zu erklaren, was das Honig ei-gentlich ſeye, und wie es zubereitet werde?Der Graf. Man hat vor Zeiten ge-glaubet, daß das Honig ein Ausfluß derLufft, oder ein Thau waͤre, der auf dieBlumen fiele; gerade, als wenn

dieſerThau