310 Schauplaz der Natur.
Die von Attigey lieget, entfernet; man ſaheBienen. auf eine Stunde weit von allen Seiten
nichts als Heyden, und kein einziges Dorf.Sehen Sie, ſagte er zu uns, und wies unseln Feld mit tuͤrkiſchem Korn bewachſen,deſſen anmuthiger Geruch uns erquickte,ſehen Sie wie mein Haus⸗Geſind hier aufdem Felde arbeitet: Dieſe Arbeit geſchie-het um meinetwillen. Dieſe raͤtzelhaffteMede erklaͤrte er uns hernachmahls: Eskaͤmen die Bienen, die wir guf der Heydehin und wieder ſchwaͤrmen ſaͤhen, biß aufelne Meile weit hergeflogen; Sie lieſſenſich weder in den Gaͤrten, noch auf denfetten und fruchtbaren Wieſen des Attigni-ſchen Thales nieder, ſondern machten ſichlieber in die Gebuͤrge und Thaͤler vonChampagne, woſelbſt ſie Thymlan, La-vendel/ Serpolet, Majoran, tuͤrckiſch Kornund andere Kraͤuter faͤnden, die zwar nichtallzuviel, aber deſto treflichern Saft haben.Wir wuͤrden, fuhr er fort, laͤngſt desganzen Weges von ſeinem Ritter⸗Stitzebiß hieher Bienen antreffen, ja man haͤltebeobachtet daß ſie oͤfters dreymahl in ei-nem Tage dieſe Reiſe auf anderthalb Stun-den weit vornaͤhmen, nur um ſolche Spei-ſe zu haben, die ihnen gut ſchmecket.
„Die Grafin. Mein Herr Chevalier;bißhero haben dieſe Herren zu unſerer Un-terhaltung alles allein beygetragen. 1. 8 ö eede-