Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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288
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DieVoͤgel.

288 Schauplaz der Natur.

ren Flug veraͤndern koͤnnen; Sie ſteigen ge-rade oder ſeitwaͤrts, oder im Creyß in dieHoͤhe; Sie bleiben unbeweglich, ſchwebenmitten in einem Elemente, das leichter iſt alsſie. Sie fliegen ſchnurgerade, wenden ſichauf die rechte oder linke Seite, kehren wie-der zuruͤcke; fallen in einem Augenblicke aufdie Erde herab, wie ein Stein; Kurz ſiekoͤnnen ohne Hinderniß und ohne Gefahthinfahren, wohin ſie immer wollen, nach-dem es die Noth oder ihr eigen Belieben er-fordert. Betrachte ich ferner die Voͤgelin ihrem Hausweſen, ſo muß ich ſie nichtweniger bewundern: Mich entzuͤcket diekuͤnſtliche Bau⸗Art der Neſter, die Sorgefuͤr ihre Eher, ja die Zuſammenſezung desEyes ſelbſten, das Ausbruͤten, und die Auf-erziehung ihrer Jungen.

Die Graͤfin. Der Herr Prior har uns)ohnerachtet ſeiner Entzuͤckung, die Materienganz ordentlich abgetheilet, wie wir ſie ab-handeln ſollen. Ich will das Neſt und dieHaus ⸗Geſchaͤfften der Voͤgel uͤber michnehmen denn ich will eben ſowohl etwas zureden haben, als andere. Wiſſen Sie, woich ſtudieret habe? Bey meinen Tauben/Turtel⸗Tauben und Canarien⸗Voͤgeln.Dieſer ihre Kuͤnſte kan ich alle auswendig.

Der Graf. Dieſes ſind die beſten Bu-

cher Madame! Ihre Abſchilderungen 15