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Buͤ-wer-den
Jehendes Geſpraͤch. 239
den nach dem Leben, und folglich die aller⸗ Dielichtigſten ſeyn. Voͤgel.
Der Chevalier. Was dieſes betrifft, ſohaben die Frau Graͤfin viel ſonderliches indem ſchoͤnen ſelbſt gewachſenen Cabinet be-merken koͤnnen, welches der Herr Graf ganzund gar mit eiſernen Drath hat einfaſſenlaſſen. Ich glaube, daß in dieſem angeneh-men Vogel⸗Haus alle Sorten von kleinenund mittelmaͤſſigen Voͤgeln eingeſperret ſind.
Die Hraͤfin. Mein Herr Chevalier,dieſes Vogel⸗Haus ruͤhret meiſtens vonmeiner Erfindung her, gleichwie auch ich ſel-ber am meiſten dafuͤr Sorge trage. Fuͤrdieſe Bemuͤhung habe ich alle Tage neueLuſtbarkeit. Dieſe kleine Creaturen zan-ken ſich, liebkoſen einander, ſingen, arbeiten,bewillkommen mich faſt allezeit, wenn ich ſiebeſuche, und alles dieſes ergoͤzet mich unge-mein. Ich laſſe mir meine Naͤherey da-
hin tragen, ich bin an dieſem Orte nicht al-
leine, man kan ganze Stunden und halbeTage da zubringen, ohne daß man uͤberlange Weile zu klagen haͤtte, mich beduͤnketauch, daß der Herr Chevalier ſich am aller-liebſten daſelbſt aufhalte.
Der Chevalier. Ich verwundere mich,daß ſonſt niemand auf die Gedanken geraͤht,ſich auf ſo leichte Weiſe einen Zeit⸗Vertreibzu perſchaffen. Allein, warum halten wir
I. Theil, N unſere