Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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Zehendes Geſpraͤch. 301

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durch den Nabel unaufhoͤrlſchen Zufluß der Diebenoͤthigten Nahrungs⸗Saͤfte, die in ihre Voͤgel-

Gefaͤſſe, und durch derſelben Aeſte weiter inden ganzen Coͤrper, ausgetheilet werden. Alledieſe Saft⸗ oder Blut⸗Roͤhren fuͤllen ſich an,und werden groͤſſer, da ſie vorhero nur ganzplatt da gelegen. Indem nun alle Theileihre Nahrung erhalten, ſo wird das Kuͤch-lein allgemach groͤſſer.

Jedoch iſt wegen der Feuchtlgkeit, dar-innen es ſchwimmet, faſt ohnmoͤglich, dieWeiſe ſeines Wachsthums, und die taug-

liche Veraͤnderung ſeines Zuſtandes bis zur

gänzlichen Zeitigung, wahrzunehmen. Demohngeachtet, wollen wir nicht unterlaſſen,anzumerken, mit was fuͤr wunderbahrerVorſichtigkeit das Voͤgelgen ſeinen ange-wieſenen Plat erhalten habe. Dieſes run-de Fleckgen, das an dem Dotter ⸗Haͤutgenſitzet iſt allemahl faſt in dem Mittel⸗Punctdes Eyes, doch nicht voͤllig, ſondern etwasweiter gegen derſenigen Ey⸗Spltze, welcheam naͤchſten an dem Leibe der Hennen lie-get; damit es die noͤthige Waͤrme deſto beſ-ſer erhalten kan. Gleichwie der Dacht inelner Schiffer⸗Lampe ſich beſtaͤndig in derHoͤhe erhalt, weil das Geſtelle beweglichiſt/ und weil das Oel⸗Gefaͤſſe wegen ſeinerSchwere immer unten bleibet, das Schiffmag ſchwanken, wie es will: alſo kan auchdas Kuͤchlein im Ey nicht umgekehret Pin.

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