DieVögel.
Die Baͤn-der.
302 Schauplaz der Natur.
den, wenn man gleich das Ey ſelber auf eineandere Seite wendet. Bey deſſen Eroͤf-nung findet man, daß der Dotter an zweyenBanden, und dieſe wiederum an dem gemei-nen Haͤutlein, unter der Schaale haͤngen.Wenn man von einem Band zum anderneine gerade Linie zoͤge/ ſo wurde ſie den Dok-ter nicht voͤllig im Mittel⸗Puncte, ſondernetwas uͤber ſelbigem, durchſchneiden, undfolglich ihn in zwey ungleiche Theile theilen,
alſo, daß der kleineſte Theil, wo ſich das
Voͤgelein befindet; nothwendig in der Hoͤ-he, gegen dem Leibe der bruͤtenden Henneangehangen bleibet, und der andere gröͤſſeteund ſchwerere abwaͤrts ſinken wuͤrde, ſo
viel wegen der Baͤnder geſchehen koͤnnte.
Wenn ſchoͤn das Eh bon ſeiner Stellungverwendet wird, ſo ſchadet doch dieſes demKuͤchlein nichts, ſondern es genieſſet demohngeachtet die Waͤrme, dadurch es in Be-wegung geſetzt, und nach allen ſeinen Glied-maſſen allmählig gebildet wird. Wannesnicht mehr herunter glitſchen kan, ſo naͤhreles ſich nach Gefallen, erſtlich von dem fluͤßßſigen und zarten Weiſſen, damit es umge-ben iſt, hernach vom Dotter, welcher eineſtärkere Speiſe iſt„ und des KuͤchleinsWachsthum befoͤrdert. Iſt ſein Schna-bel hart genug worden, und es hat nichkLuſt laͤnger eingeſchloſſen zu bleiben, ſodricht es durch die Schaale, und hat 1
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