Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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309
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Zehendes Geſpraͤch. 309

Die Brafin. Ich muß dem Chevalier Pienoch eine andere Beaͤngſtigung der Zucht⸗ Vogel.

Hennen erzehlen, die ich oͤfters mit Augenangeſehen habe. Man gebe Achtung aufeine welſche Henne, die ihre Jungen fuͤhret,ſo, wird man hoͤren, daß ſie bißweilen einenklaͤglichen Laut von ſich giebet, deſſen Ur-ſache und Meynung unbekannt iſt: ſo gleichverbergen ſich die Jungen unter Geſträu-che, unter das Gras, oder worunter ſiekoͤnnen; iſt gar nichts dergleichen vorhan-den, ſo ſtrecken ſie alle ſich auf die Erde,als ob ſie todt waͤren. In dieſer Stellungbleiben ſie, ohne Zucken, ganze Vier tel-Stunden, biß weilen auch viel laͤnger. Un-terdeſſen ſiehet die Alte immer ganz beſtuͤr-zet in die Hoͤhe; ſeufzet ſehr ſtark, undwiederhohlet den Laut, den ſie ihren Jun-gen zum Niederfalen gegeben. Wennman dieſes furchtſame Bezeigen wahr-nimmt, und in die Lufft nach der Urſacheſchauet, ſo entdeckt man endlich unter denWolken einen ſchwarzen Punct, den mankaum unterſcheiden kan. Dieſer iſt einRaub⸗Vogel, den wir wegen weiter Ent-fernung zwar nicht erkennen, den aber dieAlte Henne, nach ihrer groſſen Sorgfalt undScharfſichtigkeit, wohlbemercket hat.! Die-ſes iſt dasjenige, was ſie dermaſſen erſchroͤ-cket, und ihr ganzes Gefolge in Furcht ge-ſetzet hat. Ich habe geſehen, daß elne

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