Die
316 Schauplatz der Natur.Zucht⸗ Henne ganzer vier Stunden in ſol-
Dsgel. cher Beunruhigung, und die Jungen un-
terdeſſen auf der Erde ausgeſtreckt liegengeblieben, weil der Naub⸗Vogel ſo langeuber ihnen herum geſchwebet. Verſchwin-det endlich dieſer, ſo ſtimmet die Alte einenandern Ton an, und giebt einen Laut vonſich der alle Jungen auf einmahl ermun-tert. Sie lauffen auf ſie zu, ſchlagen mitden Fluͤgeln, machen ſich gar viel um ſie zuſchaffen, und haben, wer weiß wie viel? zuerzehlen: Dem Anſehen nach berichtet maneinander die bevorgeſtandene Gefahr, undwuͤnſchet dem garſtigen Vogel alles Ungluͤckuͤder den Hals, der„„ Allein eswird dieſes zu eraſtlich, und Ihnen nichtmehr angenehm fallen..Der Prior. Alles, was die Frau Graͤ-fin ſjetzo erzehlet haben, iſt wohl wehrt, daßman darauf Achtung gebe. Woher mußdie Mutter wiſſen, daß dieſer Vogel ihrFeind iſt, da er hr doch niemahlen ein Leidzugefuͤget hat? Und wie kan ſie auf eineſolche groſſe Weite erkennen, daß dieſer un-bekannte Vogel ihr Feind ſey? Hiernaͤchſt;Was hat ſie ihren Jungen fuͤr Unterrichtgegeben, daß ſie die unterſchiedene Mey-nung ihres Lauts verſtehen„ und ſich dar-nach richten koͤnnen? Dieſe Wunder ge-ſchehen taglich vor unſern Augen, ohne daßwir darauf Achtung geben. Und gene 1a mir
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