DieVogel.
214 Schauplas der der Natur.
annehmen konten; J ſo del druckt er mit ſeinemSchnabel aus dieſer Warze ein Oel odereine fluͤßige Feitigkeit, welche in den Druͤ-ſen der Warze vorraͤthig iſt. Hernachzieht er eine Feder nach der andern durch den
Schnabel, und beſtreicht ſie mit Oele,
macht ſie glaͤnzend, und fuͤllet die leerenRaͤumgen mit dieſer zaͤhen! euchtigt eit aus:ſo dann rollt das Waſſer uͤber den Vogelherunter, und kan nirgend biß auf ſeinenLeib durchdringen. Das zahme 51 0das meiſtens ſich unter Dach gufhaͤlt, iſtmit dieſer Fettigkeit nicht—— hen,als die Voͤgel, ſo in freyer Lufft leben.Daher kommt es, daß eine gebadete Henneeinen laͤcherlichen Anblick darſtellet. ImGegentheil ſind die Federn der SchwanenGaͤnſe, zahmen und wilden Endten, Waſ-ſer⸗Huͤnern, und aller anderer Waſſer⸗Voͤ-gel, ſchdon beym Auskriechen mit Oele ge-träͤncket. Sie haben auch daran allemahlſo viel im Vorrath, als zu beſtaͤndigemGebrauche erforderlich iſt. Ihr Fleiſchbekommt einen Geſchmack davon, und es
kan jedermann ſehen, das ihre gewoͤhnlich-
ſte Verrichtung nichts anders iſt, als dieFedern mit Oele zu traͤncken.
So kuͤnſtlich aber, als die Federn immer-mehr zubereitet ſeyn moͤgen, ſo giebt ihnendoch das Schwingen der Fluͤgel und dieBewegung des Schwanzes waͤhr⸗.