Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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322
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DieVögel.

DerGruͤn-

ſpecht.

322 Schauplatz der Natur.

und Wuͤrme ausgraben. Die Natur hatihnen ſehr lange Haͤlſe und Schnabel ge-geben, mit dieſen koͤnnen ſie ihre Nahrungaus dem Moraſte wuͤhlen, und leiden annichts Mangel. 5Der Gruͤn⸗Specht der auf eine ganz an-dere Weiſe lebet, iſt auch ganz anderſt be-ſchaffen. Sein Schnabel iſt lang genug,auſſerordentlich ſtark und hart; Seine Zun-ge ſpitzig, ganz ungemein lang, und uberdieſes mit kleinen harten Haaren beſezt, undan der Spitze allezeit mit einem zaͤhen Spei-chel oder Kleiſter uͤberzogen. Er hat kur-ze Beine, vier ſehr gebogene Klauen, zweyvorwarts und zwey euckwarts am Fuße.Die Beſchaffenheit ſeiner Glieder hat elnVerhaͤltnſß mit ſeiner Weiſe ſich zu naͤh-ten, und ſeinen Raub zu fangen. Er lebetvon kleinen Wuͤrmgen oder vom Ungezie ferdas ſich bißwellen in dem Mark der Baͤu-me, Aeſte, gemeiniglich aber unter denalten Baum⸗Rinden, aufhaͤlt. Es iſt eineſehr gewoͤynliche Sache, daß man an dickengroſſen Stuͤcken Floß⸗Holz unter der Rin-de, die ſich gerne abſchaͤlen laͤſſet, dergleſ-chen Wurmloͤcher findet, die zuweilen ſehrtief eingegraben ſind. Der Gruͤn⸗Spechthatte krumme Faͤnge noͤthig, damit er dieAeſte, darauf er ſitzet, recht umfaſſen kan.Lange Beine waͤren unnuͤtze geweſt, weller ſonſt nirgendwo, als unter der 9

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